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Museum Auschwitz-Birkenau in Oświęcim

Jugend in Auschwitz
Museum Auschwitz-Birkenau / Foto © Kerstin Zimmermann

Anfang April 2009 besuchte die Historikerin und Fotografin Kerstin Zimmermann zum ersten Male für vierzehn Tage das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau in Oświęcim. Langjährige wissenschaftliche Spurensuche hat sie diese Reise machen lassen. Kerstins Recherchen im Auschwitz-Archiv und ihre Bilder von da spiegeln die ganz persönlichen Eindrücke der Fotografin von einem Ort wider, an dem sich das größte und bekannteste nationalsozialistische Konzentrations- und Vernichtungslager, das in der Welt zum Symbol für Völkermord geworden ist, befindet. Die dort verübten Verbrechen sind einzigartig in der Geschichte der Menschheit.

Kerstin  Zimmermann betreibt seit vielen Jahren beruflich und auch in ihrer Freizeit wissenschaftliche Spurensuche und Forschungsarbeit. Das Gesehene wird sie niemals mehr vergessen können und niemals werden ihre Fotos imstande sein, ein vollständiges Bild von den Lebensbedingungen und dem Schicksal der Millionen von Menschen zu vermitteln, die in das Lager Auschwitz und in Lager an anderen Orten verschleppt wurden. Das gesamte in den Beständen der weltweiten Archive und Bibliotheken angehäufte Wissen reicht dazu nicht aus. Wer sich nicht an das Geschehene erinnert, nicht darüber spricht, wird niemals aus den Fehlern der Geschichte lernen können.

 

Bei Kerstin Zimmermann reifte besonders während ihrer Besuche im Museum Auschwitz-Birkenau in Oświęcim und im Oktober 2014 im Konzentrationslager Stutthof bei Danzig (Muzeum Stutthof w Sztutowie) die Idee, über den Verein Helfen ohne Grenzen Münsterland e.V., dem sie vorsteht, etwas zu tun, um der Gefahr des Vergessens entgegen zu wirken. Auf der Suche nach Ideen und Möglichkeiten ist sie auf ein Projekt gestoßen, was der Verein als unterstützenswert erachtet. Deshalb stellt Helfen ohne Grenzen Münsterland e.V. Ihnen nun dieses wichtige wie förderungswürdige Projekt näher vor und bittet gleichzeitig um Ihre Unterstützung! 


Muzeum Stutthof w Sztutowie koło Gdańska

Museum Stutthof /  Foto © Kerstin Zimmermann
Museum Stutthof / Foto © Kerstin Zimmermann

Über seine Existenz und die Geschichte des deutschen Konzentrationslagers Stutthof vor den Toren von Danzig, heute Gdansk, war etwa 50 Jahre lang in Deutschland kaum etwas bekannt. Dabei war das Lager Stutthof das erste, was die Nationalsozialisten außerhalb des Deutschen Reiches errichteten. Warum gerade an diesem Ort? Das Gelände des Lagers war von allen Seiten von Wasser umgeben: im Westen die Weichsel, im Süden und Osten das Frische Haff sowie ein Netz von Kanälen und Sümpfen, im Norden die Ostsee. Das Lager wurde am Ansatz der Weichselnehrung errichtet.

 

Auch eine Normalspurbahn, die mit einer Kleinbahnlinie über eine Weichselfähre mit Danzig verbunden war, machten Stutthof zu einem strategisch günstigen Standort. Stutthof war anfangs ein Lager des politischen Terrors gegen Polen.

 

Seit seinem Bestehen ist Stutthof von einem kleinen Lager mit 12 ha Fläche für ursprünglich ca. 3500 Häftlinge (im Jahre 1940) zu einem Lager von 120 ha für 57 000 Häftlinge (im Jahre 1944) gewachsen.

Zu diesem Zeitpunkt hatte das Lager Stutthof insgesamt 39 Außenlager. Im Laufe des Krieges, besonders aber seit dem Sommer 1944, wurde es so zum wichtigsten Dreh- und Angelpunkt in der deutschen Vernichtungsmaschinerie gegen die Völker Europas.

 

Das hat den Verein Helfen ohne Grenzen Münsterland e.V. veranlasst, dieses Lager und besonders das hier unter schwierigen Bedingungen forschende Stutthof-Archiv in den Fokus der Öffentlichkeit vor allem hier in Deutschland zu holen. Kerstin Zimmermann stellte im Herbst 2014, als sie für mehr als eine Woche in diesem bedeutenden Archiv recherchierte und auf Spurensuche war fest, dass die Forschungsarbeit der Historiker vor Ort seit Jahren nur unter recht schwierigen finanziellen Bedingungen möglich ist.

 

Das war der Auslöser zur Erkenntnis, dieses schriftliche Gedächtnis der Jahre zwischen 1933 und 1945 muss sorgsam im Auge behalten werden. Es für die Nachwelt zu bewahren und gleichzeitig zu einer wichtigen Vermittlungs- und Bildungsaufgabe machen zu können, bedarf Ihrer finanziellen Unterstützung in Stutthof ebenso wie in Auschwitz.

 

Dafür machen wir und andere uns stark. Helfen Sie uns bitte dabei und unterstützen Sie auf diesem Wege unser Projekt HERZENSSACHE.

 

Vielen Dank für Interesse an unserer Arbeit und Ihre Unterstützung unserer HERZENSSACHE!

 

 

 

Wenn Sie über die Informationen hier hinaus besondere Fragen zu den Recherchen und Forschungsergebnissen aus den vielen von Kerstin Zimmermann bereisten  Archiven und Museen haben, setzen Sie sich sehr gerne mit der Historikerin über ihre Website persönlich in Verbindung.